Planungstipps für Räume mit Dachschrägen

Planungstipps für Räume mit Dachschrägen

Blogserie Teil 2: Planungstipps für Räume mit Dachschrägen

Nachdem wir uns im ersten Teil unserer Blogserie “Planungstipps für spezielle Raumsituationen” auf die Einrichtung kleiner Räume konzentriert haben, geht es in Teil 2 um Räume mit Dachschrägen. Denn gerade Dachböden eignen sich zwar super als gemütlicher Wohnraum oder ruhiges Arbeitszimmer, eine optimale und vor allem funktionale Einrichtung ist aber – je nach Raumbeschaffenheit – oft etwas knifflig! Im folgenden Beitrag haben wir daher die wichtisten Einrichtungs-Basics für Dachschrägenräume für Euch!

Ganz schön schräg – oder etwa nicht?

Ich persönlich bin ein großer Fan von Dachschrägenräumen. Schon als Kind habe ich meine kleine Höhle unter der mit Leuchtsternen beklebten Schräge geliebt, die mir als Platz für mein Kinderbett gedient hat und in der ich mich gefühlt habe, als würde ich direkt unterm Himmel schlafen. Denn Räume mit Schrägen wirken, passend eingerichtet, wunderbar gemütlich und schaffen Geborgenheit. Andererseits stellen uns Dachschrägenräume in Einrichtungsfragen oft vor große Herausforderungen. Aufgrund der speziellen Raummaße passen Standardmöbel aus dem Möbelhaus entweder gar nicht oder zumindest nicht optimal an den dafür vorgesehenen Platz. Die meist wenigen “geraden” Wände werden dann mit Möbeln überladen, um wenigstens ein Mindestmaß an Fläche zu schaffen. Zudem gibt es in Dachschrägenräumen immer ein paar dunkle Ecken, die nicht ausreichend Tageslicht abbekommen. Das kommt Euch bekannt vor? Keine Sorge! Die folgenden Tipps werden Euch sicher helfen, aus Euren “schrägen Räumen” gemütliche Wohnoasen zu machen!

Möbel an die Raumhöhe anpassen

Schräge Wände oder Decken sind vor allem dann problematisch, wenn der vorhandene Raum wenig gerade Stellflächen für Möbel bietet. Noch schlimmer wird es bei sehr stark ausgeprägten, niedrigen Schrägen, die nicht einmal ausreichend Platz für ein Sideboard oder eine Kommode bieten, ganz zu schweigen von einem Kleiderschrank oder Bücherregal! In solchen Fällen bieten maßgefertigte Möbel sowohl aus praktischer als auch aus optischer Sicht Abhilfe, da sie sich millimetergenau an die Raumsituation anpassen. Dadurch geht keinerlei Fläche verloren und es bleiben keine ungenutzten und vor allem unschönen Lücken. Je nach Raumsituation, Stauraumbedarf und natürlich auch persönlichem Geschmack gibt es mehrere Planungsmöglichkeiten:

Bücherregal für Räume mit Dachschrägen1. Möbel mit Schräge planen: Wenn Ihr viel Stauraum benötigt und die Raumhöhe optimal ausnutzen möchtet, plant das Möbelstück direkt mit Schräge ein. So schmiegt sich der Schrank oder das Regal an die Wand oder Decke milimetergenau an und es geht keinerlei Stellfläche verloren. Bei schrankwerk.de können Schränke und Regale mit seitlichen Schrägen oder auch mit Schräge hinten individuell geplant werden. Dazu werden im Konfigurator die genauen Maße inklusive der benötigten Kniestockhöhe eingegeben. Auch Ausstattungselemente wie Türen oder Schubkästen können je nach Maß hinzugefügt werden.

 

 

Stufenregal von schrankwerk2. Stufenregale als besonderer Hingucker: Wer den Raum unter der Schräge optimal nutzen und gleichzeitig optisch etwas auflockern möchte, kann sein neues Möbelstück auch als praktisches Stufenregal planen! Der stufige und meist offen gestaltete Aufbau des Regals wirkt modern, schafft ein lockeres Raumbild und in den einzelnen, meist würfelartigen Fächern finden Bücher und Co. ausreichend Platz. Zudem lassen sich die einzelnen Stufen perfekt als zusätzliche Stellfläche für Deko nutzen, wodurch ein weiterer Blickfang geschaffen wird.

 

 

Einbauschrank Dachschräge hinten

3. Möbel direkt unterhalb der Schräge planen: Der Schrank wird in diesem Fall ohne Schräge und nur bis zum Kniestock bzw Drempel geplant. Je höher der Kniestock ist, desto mehr Stellfläche steht dementsprechend zur Verfügung. Diese Variante bietet sich vor allem für Sideboards oder Kommoden an. Für Kleiderschränke oder Bücher- und Aktenregale bietet diese Variante allerdings aufgrund der geringen Wandhöhe meist nicht genügend Platz.

 

 

Den Raum ins rechte Licht rücken

Räume mit Schrägen haben den Nachteil, dass nicht in alle Ecken des Raumes ausreichend (Tages-)Licht fällt. Dachböden wirken dadurch oft etwas dunkel und trist. Sollte das vorhandene Tageslicht nicht ausreichen, sollten zusätzliche Lichtquellen genutzt werden. Vorsicht bei großen Deckenflutern und Hängeleuchten! Diese bündeln das Licht kegelartig und lassen den Raum dadurch kleiner wirken. Bestenfalls schafft man kleine “Lichtinseln” z.B. mithilfe von Deckenstrahlern und Spots und leuchtet auch die dunklen Ecken der Schrägen gezielt aus.

Dachschrägenschrank mit indirekter Beleuchtung

Mein Tipp: Besondere Möbelstücke haben es verdient zu Strahlen 😉 Denn direkte oder auch indirekte Beleuchtung von Möbeln wie Schränken, Sideboards oder Wohnwänden ist nicht nur enorm praktisch, sondern schafft eine einmalige Atmosphäre und eine sehr hochwertige Optik! So können z.B. Spots bzw. Aufbauleuchten direkt oben an der Schrank- oder Regaldecke angebracht werden und das Möbelstück dadurch zum Leuchten bringen. Mein Favorit ist eine indirekte Beleuchtung z.B. durch LED Streifen, die für den Betrachter kaum sichtbar an der oberen, hinteren Ecke des Schrankes oder direkt an Regalböden angebracht werden können.

Farbakzente setzen

Auch hier gilt es, den Raum nicht unnötig dunkler erscheinen zu lassen. Grundsätzliche rate ich bei der Auswahl der Möbel- und Wandfarben zu schlichten, hellen Farben wie Hellgrau, Creme- und Pastelltönen und natürlich Weiß. Zusäzlich dürfen gerne farbige Akzente gesetzt werden, um gezielt von den Problemzonen des Raumes abzulenken! Dabei sollte die Schräge eher in dezenten Tönen gehalten werden, wohingegen eine danebenliegende Wand in einem freundlichen Grünton oder in warmen Pastellfarben für besondere Wohlfühlatmosphäre sorgt und den Blick von der Schräge ablenkt.

Einbauschrank unter der Schräge von schrankwerkUm eine optische Vergrößerung des Raumes zu erreichen, muss gar nicht unbedingt viel Aufwand betrieben werden. Schon kleine Highlights wie farbige farbige Schubkästenfronten oder auch ein farbiger Korpus als Kontrast zur Raumfarbe wirken Wunder.
Wer mag, kann zudem lange, vertikal ausgerichtete Spiegel einsetzen. Dadurch wird der Raum gestreckt und man erhält den zusätzlichen Effekt, dass die Spiegel das Licht transportieren und den Raum somit heller wirken lassen!

 

 

Ihr seht, alles halb so wild 😉 Und vielleicht steht das Thema “Einrichtung” auf Eurer “Gute-Vorsätze-für-2018”-Liste  ja auch ganz oben?! Das Team von schrankwerk.de hilft Euch gerne bei Euren Möbelplanungen.

Einen schönen dritten Advent und besinnliche Feiertage wünscht

Eure Helena

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